Immobilien im 3. Jahrtausend

Rückblick und Ausblick

Eine etwas andere Betrachtung der Immobilie (Dezember 1999)

 

Zugegeben, es mag verwegen erscheinen, über die Zeitspanne eines ganzen Jahrtausends hinweg einen Rück- und über die eines weiteren Jahrtausends einen Ausblick zu wagen. Zugegeben auch, daß Mitglieder der schreibenden Zunft - seien es nun Journalisten, Essayisten oder wie in diesem Fall, Buchautoren - daß eben diese schreibenden Köpfe gerade zu einem Anlass wie diesem Jahrtausendwechsel besonders besinnliche Gedanken stricken. Nehmen Sie den folgenden Beitrag eines gestandenen Buchautors also einfach als einen Versuch, sich die Jahrtausendwende aus dem Kopf zu schreiben, und das eben gerade mal zu einem Thema, welches zu diesem Anlass so wenig zu bieten hat wie kaum ein anderes.

Immobilien hat es immer gegeben, das ist sicher. Der, der uns diese Zeitrechnung bescherte, wurde, so sagt man, in einem Stall geboren, weil er keinen Platz in einer Herberge fand - besser gesagt, die niederkommende Mutter nirgends aufgenommen wurde. Dabei hatte der (Nicht-)Vater ja als gestandener Zimmermann doch ein Dach über dem Kopf, aber sie waren eben auf Reisen - und suchten eine Bleibe. Erste Schlußfolgerung: Hotels waren schon damals rar und teuer, Geld hatten die beiden mit Sicherheit keines, und die wenigen Plätze blieben den gut zahlenden Geschäftsleuten vorbehalten.

Zweite Schlußfolgerung: Manchmal tut es auch ein bescheidenes Dach über dem Kopf. Selbst ein Kuhstall hatte damals - so kann man im Nachhinein mutmaßen - einen ganz realen Wert, einen Sachwert. Den eben, daß man dieses Neugeborene in eine Futterkrippe legen und dort vor der winterlichen Kälte Palästinas schützen konnte. Den Rest mit Kuh, Esel und den drei herbeiziehenden Königen vergessen wir mal eben, oder? Ach nein, die drei Könige, sie waren ja damals schon Großgrundbesitzer und brachten wertvolle Geschenke mit. Sie besaßen Land und Häuser - auch wenn sie davon nichts hergaben für das unbekannte Kind.

Etwa zwei Jahrtausende lang profitierte dann eine bestimmte Institution von dieser einfachen, beschaulichen Geschichte - und sammelte fleißig Grund und Boden! Richtig, ohne den Kirchen zu nahe treten zu wollen - aber wie oft schenkten Menschen, die keine Erben hatten oder selbige ärgern oder aber für ihre Sünden Wiedergutmachtung in letzter Minute leisten wollten, ihren Grundbesitz am Sterbebett oder kurz davor dem Pastor. Nicht ihm persönlich, denn der durfte ja auch nicht allzu viele Besitztümer anhäufen; nein, die gute, große Kirche bekam das wertvolle Gut vermacht.

Fangen wir gar nicht erst damit an, hochzurechnen, wieviele Milliarden an Immobilienvermögen auf diese Weise zu höheren Eigentümern gerieten. Und wieviele Milliarden heute noch im Besitz derer sind, die sie auf eine solche Weise geerbt haben. Von unlauteren Machenschaften, zu selbigen Immobilien zu gelangen, will niemand reden und auch nicht mutmaßen; Weihnachten ist beileibe auch keine Zeit, sich nun gerade darüber auszulassen.

Fazit drei: Am Sterbebett kann niemand seine Häuser mitnehmen. Womit wir bereits bei Fazit vier sind: Über die Erbschaft und ihre Besteuerung sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen. Und damit sind wir irgendwie auch schon bei den nächsten tausend Jahren angelangt. Rechnet man sich einmal hoch, wie verschuldet unser Staat derzeit ist und wie wenig von diesen Schulden er Jahr für Jahr abträgt (im Verhältnis zu dem, was er neu aufnimmt, nämlich effektiv gar nichts), dann kann es gut und gerne tausend Jahre dauern, bis diese Schuldenlast auf die eine oder andere Weise beglichen ist. Aber was reden wir? Was hat dies mit Immobilien zu tun?

Nun, es mag manchem so ergehen wie damals den herbergesuchenden Eltern: Mieten zu teuer, kaufen können wir uns nicht leisten. Denn: Die großen Vermögen wechseln ihren Besitzer entweder durch Enteignung, weil Erbschaftssteuern nicht bezahlt werden konnten (dann fallen sie ohnehin Banken oder dem Staat in die Hände); oder sie wechseln in die Hände anderer Großgrundbesitzer, die sich diese großen Vermögen eben leisten können.

Wo aber bleibt der kleine Mann?

Der wird in den nächsten tausend Jahren ebensowenig vom Glück heimgesucht wie in den letzten zweitausend. Er muß auch weiterhin seine Miete pünktlich zahlen, bekommt sonst böse Schreiben von seinem Vermieter (dem Grundbesitzer), zieht ab und zu um und hat ansonsten was er suchte: ein Dach über dem Kopf, unter dem er seine Krippe aufschlagen kann.

Und der Grundbesitzer? Der schlägt sich mit Vermögens-, Erbschafts- und Grundsteuern herum, mit nicht zahlenden Mietern, Nebenkostenabrechnungen und seinen Banken, die immer wieder nach fünf oder zehn Jahren die teuren Darlehen nur gegen weitere teure Zinsen verlängern.

Ist es nicht ein Kreuz?

Bevor wir uns jedoch, wie jener jüdische Bürger vor knapp 2000 Jahren, ans selbige nageln lassen, sollten wir vielleicht doch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren und uns einmal mit ein paar nüchternen Fakten auseinandersetzen:

 

 

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