Go, Euro - go!

(aus dem Jahr 2000)

Wieder einmal steht der Euro im Mittelpunkt politischer und wirtschaftlicher Debatten. Das Thema wird zweifellos auf grosser Flamme gekocht, zumal bei der ersten offiziellen Volksabstimmung über den Beitritt zu dieser Währung die Dänen gerade die Einführung des Euro in ihrem Land mit knapper Mehrheit abgelehnt haben.

Wir haben in unserem letzten Infobrief auf die jüngsten Inflationsgefahren hingewiesen und auf versteckte Risiken für Anleger. Mit diesem Infobrief möchten wir auch eine Stimme abgeben - vielleicht im Kontrast, dennoch nicht im Gegensatz zu dem, was im letzten Infobrief geschrieben wurde. Wir möchten jetzt zu einer Kampagne aufrufen.

Eine Kampagne "Pro Euro" oder "Go Euro Go" - man könnte auch sagen: "Euro, heb' ab!"

Denn: Der Euro ist da, und er kommt auch in unsere Portemonnaies - das ist sicher. Ob in mehr als elf EU-Ländern, sei dahingestellt, immerhin führt er aber elf Länder unter dem Dach einer gemeinsamen Währungspolitik zusammen.

Dass dieses Kind erst einmal laufen lernen muss, ist mehr als natürlich. Dass seine Beine weitaus dünner sind als ursprünglich behauptet, ist nicht seine Schuld, sondern die derer, die von dem Baby Weitsprünge und Laufleistungen erwartete, die es offenbar noch gar nicht erbringen kann.

Man könnte auch sagen: Man hat es in den Ring geschickt, die Gegner boxen fleissig auf das Währungsbaby ein, aber es hat noch nicht gelernt, auf festen Füssen zu stehen.

So weit so gut. An den Folgen haben wir alle mehr oder minder zu knabbern; dass uns der steigende Dollar einen Wirtschaftsboom beschert, können wir nicht gerade sagen, der Ölpreis tut weh, aber die Aufträge aus dem Dollarraum bringen immerhin mehr Geld ins Land und tragen zur Schaffung von Arbeitsplätzen auch ein wenig bei.

Unser Kanzler sah das wohl genauso pragmatisch, als er kürzlich meinte, dass der schwache Euro von Vorteil für die hiesige Konjunktur sei, aber er übersah natürlich, dass wir hier von einer psychologischen Schwäche sprechen müssen, die durch solche Äusserungen noch schlimmer wird: der Euro kann sich einfach nicht in die Köpfe der Menschen einnisten. Er ist irgendwie da und doch nirgends zuhause. Wie ein ungewolltes Kind, einmal gezeugt und geboren, und nun so halb geliebt und halb herumgestossen - wohin mit dem Balg, könnte man meinen.

Vielleicht ist es an der Zeit, als Bürger Europas das ungewollte Baby doch einfach einmal anzunehmen (denn es wird garantiert nicht mehr verschwinden), und ihm einen kräftigen psychologischen Rückhalt zu verpassen. Warum nicht eine Kampagne für den Euro ins Leben rufen? Go, Euro - go!, wäre das nicht ein Motto für einen aufstrebenden, immer stärker werdenden Euro?

Egal unter welchen Umständen er gezeugt und geboren wurde - warum soll man nicht einfach das Beste aus ihm machen? Vor allem im Denken anfangen damit, den Euro nicht zu verteufeln, sondern ihn positiv zu betrachten.

Immerhin sind da einige Vorteile zu verbuchen - auch wenn wir in unserem letzten Infobrief auf die Probleme und Nachteile hingewiesen haben, sollten wir die Vorteile nicht vergessen:

Kein Zweifel, das sind handfeste Vorteile - den vielzitierten, bequemeren Urlaub im Euroland können wir da sogar noch unter den Tisch fallen lassen. Auch der Immobilienerwerb in anderen Euro-Ländern wird durch eine einheitliche Währung erleichtert; ebenso können Preisvergleiche viel schneller vorgenommen und Waren über das Internet gekauft werden.

Die internationale Stärke des Euro hängt in erster Linie davon ab, wie sehr wir selbst an den Erfolg der neuen Währung glauben. Warum also defätistisch nur das Negative sehen und dem Positiven erst gar keine Chance geben? Sicher, der Euro wird vielleicht gegenüber dem Dollar noch etwas weiter fallen. Gut, also muss man die Chancen nutzen - und ausländisches Geld durch attraktive Produkte herbeilocken. Der Yen ist überbewertet (nach unserer Meinung), die Chance kann man nutzen und beispielsweise den extrem niedrigen Zinssatz des Yen (unter 2%) für eine Fremdwährungsfinanzierung nutzen. Die gewonnenen 4,5% gegenüber einer DM-Finanzierung lassen sich doch viel besser in der Tilgung unterbringen, oder?

So gesehen bietet der Euro also einige gute Chancen und echte, handfeste Vorteile. Und wenn er in eineinhalb Jahren wirklich als bare Münze in unseren Kassen klingelt, dann könnten wir ja auch - ohne der guten alten D-Mark zu viele Tränen nachzuweinen - ihn so behandeln wie wir mit unserer Mark umgegangen sind: Sparsam, klug und vorausschauend, vielleicht in härteren Zeiten jede Mark zweimal umdrehend - oder jeden Euro. Und dass der Pfennig dann Cent heißt, na ja, das ist Geschmackssache und hätte sicher nicht gerade so phantasielos gelöst werden müssen - andererseits haben wir uns ja auch daran gewöhnt, daß das einstige "Elektronengehirn" (50er Jahre!) heute Computer heißt.

Eine Kampagne für den Euro könnte eigentlich so einfach sein. Wir haben alle schon Sticker für alles Mögliche getragen. T-Shirts, Aufkleber auf Autos, Events, Happenings. Warum gehen nicht ein paar Unternehmen in die Offensive mit einigen pfiffigen "Pro-Euro"-Stickern? Oder ein paar ganz ureigenen Ideen?

Warum den allzu pessimistisch schreibenden Zeitungen und Zeitschriften das Feld alleine überlassen? Warum kein Gegengewicht bilden, warum nicht eine Bewegung für den Euro schaffen?

Wir haben den Euro, also gehen wir doch einfach in die Offensive und akzeptieren ihn als "unser Baby". Die ihn geschaffen haben, haben abgedankt. Die ihn geerbt haben, leben jetzt mit der Herausforderung, ihn doch noch zu einer Erfolgsstory werden zu lassen.

Auch die D-Mark war nicht über Nacht das, was sie später wurde. Sie wurde es durch handfeste Leistung, "Made in Germany" - durch bienenfleissige Wiederaufbauarbeit nach dem Krieg, durch engagierten, oft harten Einsatz, durch das internationale Vertrauen in deutsche Qualität. Machen wir aus deutscher nun also europäische Qualität, machen wir der Welt klar, dass es ein Qualitätsmerkmal "Made in Europe" gibt - und lassen wir den Euro zum monetären Aushängeschild Europas werden!

Andere werden es nicht tun für Europa. Europa muss diese Chance selbst nutzen, aber es fängt bei jedem Einzelnen von uns an.

Also: Go, Euro - go!

 

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